Am vergangenen Wochenende führten die Jusos Sachsen-Anhalt unter dem Motto: "jung - dynamisch - krisenfest: Die Jusos Sachsen-Anhalt" ihre 20. Landesdelegiertenkonferenz in der Jugendherberge Dessau-Roßlau durch. Hauptaugenmerk lag auf der Antragsberatung und die damit verbundene Diskussion. Das 70 Seiten starke Antragsbuch ist überaus diszipliniert und konstruktiv beraten worden, wobei Kontroversen und knappe Abstimmungen natürlich nicht ausgeblieben sind.
Zu Kontroversen im Plenum führte bereits die Resolution des Juso-Landesvorstands, dass man eine Erscheinungspflicht bei Wahlen in Wahllokalen einführen will. Die Resolution soll dazu führen, dass die Menschen wieder vermehrt in die Wahllokale gehen und dadurch die Möglichkeit gesteigert wird, dass sie auch ihre Stimme abgeben werden. Nach langer Diskussion erhielt die Resolution eine knappe Mehrheit und wird nun zum Juso-Bundeskongress und SPD-Landesparteitag weitergeleitet.
Darüber hinaus fanden viele engagierte, sorgfältig abwägende Debatten – etwa um das „Allgemeine gesellschaftliche Jahr“, dem Leitantrag zu Bildung im 21. Jahrhundert, zur Hochschulpolitik und zum Flüchtlingslager Möhlau statt. Die Jusos wollen mit diesen inhaltlichen Stärken auch zur Diskussion im SPD-Landesverband und zu einem aussagefähigen Wahlprogramm für die Landtagswahl 2011 beitragen.
"Die Landeskonferenz hat auch bewiesen, dass die Jusos in Personalfragen kein Blatt vor den Mund nehmen und die gegenwärtige Auseinandersetzung um den SPD-Landesvorsitz konsequent begleiten werden. Die Diskussionen mit Katrin Budde und Holger Hövelmann am Samstag dokumentierten dabei insbesondere zwei Punkte: Erstens haben die Jusos beide darauf hingewiesen, dass sie bis zum 19.12. von ihnen belastbare Aussagen zur inhaltlichen und strukturellen Ausrichtung der SPD Sachsen-Anhalt vor dem Hintergrund der Konsequenzen, die aus der Bundestagswahl gezogen werden müssen, erwarten; zweitens hat man sich in dieser Personaldebatte ausdrücklich nicht festgelegt, weil die Jusos Katrin und Holger für geeignete und starke Persönlichkeiten halten. Die Möglichkeit zur Auswahl auf dem Sonderparteitag wurde von den Jusos sehr begrüßt und man erklärte, dass man auch im Nachklang des Landesparteitags bereit ist, beide in der Arbeit mit dem SPD-Landesverband zu stärken", sagte der Juso-Landesvorsitzende Andrej Stephan am Samstag Abend.
Darüber hinaus konnten zahlreiche Gäste auf der Konferenz begrüßt werden. Neben dem AfA-Landesvorsitzenden Andreas Steppuhn und dem stellv. Juso-Bundesvorsitzenden Martin Margraf war es eine besondere Ehre, dass der Juso-Landesvorsitzende aus Rheinland-Pfalz, Fabian Löffler, den langen Weg auf sich nahm, um an der Landesdelegiertenkonferenz teilzunehmen und ein Grußwort zu sprechen.